PROPONENTINNEN

(in alphabetischer Reihenfolge:)

Mag.a iur Dipl.-Ing.in

Gabriele Faller

Ich habe an der TU Graz Telematik und an der JKU Linz Rechtswissenschaften studiert. Nach rund 30 Jahren im internationalen High-Tech-Umfeld – zuletzt in verantwortlichen Rollen mit fachlicher Führungsverantwortung im Projekt- und Qualitätsmanagement für komplexe Automotive-Projekte – bin ich heute selbständig tätig.

Ich positioniere mich in der Unterstützung von Industrie- und technologiegetriebenen Unternehmen in kritischen Projektsituationen – insbesondere bei Qualitätsproblemen, erhöhtem Verwurf oder instabilen Projektstrukturen. Mein Schwerpunkt liegt in der Analyse komplexer technischer und organisatorischer Zusammenhänge sowie in der strukturierten Umsetzung von Maßnahmen im Projektumfeld. Dabei übernehme ich bei Bedarf auch operative Verantwortung in der Projektsteuerung und arbeite mit internationalen Teams und Schnittstellen.

Frauen werden noch immer oft durch scheinbar positives, aber letztlich reduzierendes Feedback unterschätzt. Entscheidend sind jedoch nicht Zuschreibungen, sondern Leistung, Kompetenz und Wirkung. Frauen sind – wie Männer – Individuen, die an ihren Ergebnissen gemessen werden sollten.

Frauen gehören selbstverständlich in Naturwissenschaft und Technik. Wer auf sie verzichtet, verzichtet auf einen wesentlichen Teil an Kompetenz, Perspektiven und Innovationskraft – etwas, das sich heute weder Forschung noch Industrie leisten können.

Dipl.-Ing.in

Katja Kienzl

Es gibt ein Thema, das mir seit meiner Schulzeit am Herzen liegt und damit auch seit meinem ersten Tag an der TU Graz präsent ist: Frauen in der Technik und in Naturwissenschaften sichtbar machen und ihnen den Rücken stärken – denn MINT braucht mehr weibliche Perspektiven und die Welt sollte zur Hälfte von Frauen mitgestaltet werden!

Aktuell gestalte ich bei Infineon die Zukunft mit: In meiner Rolle in der Strategieentwicklung für den F&E-Bereich in Österreich treibe ich langfristige, nachhaltige Strategien und standortübergreifende Initiativen voran. Kurz gesagt: Ich bringe Menschen, Ideen und Standorte zusammen.

Zuvor war ich in der Welt der smarten Mobilität tätig und habe an Lösungen für den öffentlichen Nahverkehr gearbeitet. Als Vorstandsmitglied in globalen Standardisierungsgremien wie der Calypso Networks Association und der OSPT Alliance durfte ich mitgestalten, wie wir uns künftig durch Städte bewegen – von der sicheren Fahrkarte bis zu "Mobility as a Service" und autonomem öffentlichen Verkehr. Davor war ich am Aufbau von Infineon's RFID-Geschäftsfeldern und der Ident Solutions Group beteiligt – ein Bereich, der heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Meine berufliche Reise begann mit verschiedenen Management- und Marketingrollen bei NXP Semiconductors (damals noch Philips Semiconductors), der Mikron GmbH und IBM – immer mit dem Gedanken, Technologien Realität werden zu lassen, die für Menschen arbeiten und die Menschen begeistern.

Den Grundstein für all das legte mein Telematik-Studium an der TU Graz. Seit über 20 Jahren gebe ich diese Begeisterung als Lektorin für Technologiemarketing an Universitäten und Fachhochschulen weiter. Die beste Investition in die Zukunft ist, das eigene Wissen zu teilen – besonders mit den Frauen, die unsere technologische Zukunft mitgestalten werden

Dipl.-Ing.in

Esther Lind

Ich bin Senior Executive in der Energiewirtschaft und gestalte die Energiewende im operativen Verteilnetzgeschäft aktiv. Mit über 20 Jahren Erfahrung in Industrie und Energie liegt mein Fokus auf Transformation, Zukunftsfähigkeit und nachhaltige Innovation.

Meine Karriere begann 2006 bei voestalpine als F&E-Ingenieurin in der Luftfahrt. Ab 2011 leitete ich den globalen Vertrieb und wechselte 2015 in die voestalpine High Performance Metals Division nach Wien, wo ich die Luftfahrtstrategie entwickelte. Nach Stationen in der Beratung und als Geschäftsführerin bei der Salzburger Aluminium Group übernahm ich 2023 die Leitung der Regionaltechnik bei Westnetz, Deutschlands größtem Verteilnetzbetreiber, und führe dort über 1.000 operative Mitarbeitende.

Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau an der TU Graz studiert und 2023 einen Executive MBA am IMD in Lausanne abgeschlossen. Ich bin überzeugt, dass Diversität die europäische Wirtschaft stärkt, und fördere junge Führungskräfte als Mentorin. 

Dipl.-Ing.in

Renate Rossoll-Krompaß

Gegen Ende meiner Schulzeit in einem Mädchengymnasium eröffnete mir eine Berufsberaterin zu meinem Erstaunen, ich würde „die Technik“ ablehnen. Ich ließ mich von dieser Feststellung nicht abschrecken - gibt es doch äußerst unterschiedliche Sparten von Technik. Ermutigt durch meine Familie beendete ich 1994 das Studium der Elektrotechnik / Fächertauschmodell Toningenieur an der TU Graz.

Meine Berufskarriere begann ich bei Mikron GmbH in Gratkorn, einem sehr jungen, noch kleinen aber äußerst aufstrebenden Unternehmen im Bereich der Mikroelektronik. Entsprechend der Firmengröße waren meine Tätigkeiten sehr vielfältig: Produktmanagement, Marketing, Vertrieb, Öffentlichkeitsarbeit. Später wurde Mikron von Philips Semiconductors übernommen und dieser Geschäftszweig wurde schließlich zu NXP Semiconductors, einem der führenden Großkonzerne in der Halbleiterindustrie.
Nach Jahren in Teilzeit aufgrund von Kinderbetreuungspflichten gemeinsam mit meinem Partner, leite ich nun die Qualitätsabteilung im Geschäftsbereich für sichere, kontaktlose Datenträger bei NXP Semiconductors.

Mädchen und Frauen darin zu bestärken, dass technische Bereiche wunderbar vielfältige, spannende und zukunftsweisende Tätigkeiten bieten, wurde mir zunehmend zum Anliegen. Das Potential von Frauen in allen Bereichen und Ebenen auszuschöpfen - also selbstverständlich auch in Männer-dominierten technischen Bereichen und bis in Führungsebenen - ist eine dringende Notwendigkeit, die allen Bereichen förderlich sein wird.

Univ.-Prof.in Dipl.-Ing.in Dr.in techn.

Tanja Wrodnigg

Als Universitätsprofessorin für Organische Chemie und Kohlenhydratchemie an der TU Graz leite ich das Institut für Chemie und Technologie biobasierter Systeme. Meine Forschung bewegt sich an der Schnittstelle von Glycowissenschaten, Biomedizin und Materialforschung – mit dem Ziel, Kohlenhydratstrukturen für innovative Anwendungen in Medizin und nachhaltigen Materialien nutzbar zu machen.

In der Lehre bin ich hauptsächlich in den NAWI Graz Studien Bachelor Chemie und Master Chemistry tätig und ich bin Studiendekanin der Fakultät für Technische Chemie, Verfahrenstechnik und Biotechnologie.

Besonders am Herzen liegt mir die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ich bin überzeugt, dass junge Talente die Zukunft nicht nur unserer Universität sondern auch die Zukunft unserer Gesellschaft gestalten. Deshalb engagiere ich mich seit vielen Jahren als Mentorin für Laufbahnstelleninhaber:Innen und Habilitationswerber:Innen der TU Graz und auch an anderen Universitäten im europäischen Raum.

Women Universe von alumniTUGraz 1887 ist für mich ein echtes Herzensprojekt. Es bietet jungen Absolventinnen die Möglichkeit, sich über die Studienzeit hinaus zu vernetzen, voneinander zu lernen und wertvolle Kontakte für ihren weiteren Berufsweg zu knüpfen – und gleichzeitig mit der TU Graz verbunden zu bleiben.